Schüler*innenhaushalt

Der Schüler*innenhaushalt soll das Demokratieverständnis der Kinder festigen und die Möglichkeiten einer Beteiligung bereits ab dem Grundschulalter eröffnen.
Das Konzept des Schüler*innenhaushaltes sieht vor, dass pro Schule ein Budget zur Verfügung gestellt wird, über dessen Einsatz die Schüler*innen nach einem demokratischen Abstimmungsprozess befinden. Der gesamte Prozess wird von Beginn an durch die Schüler*innen selbst organisiert. Er bietet ihnen die Möglichkeit, anhand von eigenen Ideen und Vorstellungen Schule mitzugestalten und sich auf diese Weise mit ihrer Schule neu oder verstärkt zu identifizieren.
Eine wichtige Rolle spielen hierbei die Klassensprecher*innen, die häufig in Schüler*innenparlamenten organisiert sind. Nach einer ersten Information des Schüler*innenparlamentes über die Regeln und Bedingungen wird die Information durch sie in ihre Klassen getragen. Hier werden dann Ideen und Vorschläge diskutiert, wie das Budget konkret eingesetzt werden soll. Bereits in diesem Abstimmungsprozess muss eine Mehrheit für einen Vorschlag gewonnen werden. Dieser Vorschlag wird gemeinsam mit den Vorschlägen der anderen Klassen auf selbst erstellten Wahlplakaten visualisiert und an zentraler Stelle aufgehängt, z.B. im Schulfoyer. Nach einer dreiwöchigen Wahlwerbung, in der die Kinder versuchen, mit ihren Ideen zu überzeugen und eine Mehrheit zu erlangen, erfolgt ein weiterer demokratischer Auswahlprozess, der alle Schüler*innen der Schule an die Wahlurne ruft. Die Idee mit den meisten Stimmen wird umgesetzt.
Die Umsetzung des Schüler*innenhaushaltes ist auch die Chance auf einen gemeinsamen Prozess zwischen verschiedenen Personen aus unterschiedlichen Bereichen und Hierarchiestufen: Schüler*innen, Lehrende, pädagogisch Begleitung, Schulleitung sowie die Verwaltung arbeiten zusammen. Beteiligte bei der Umsetzung des Schüler*innenhaushaltes sind die Schulen, die Verwaltung, der Schulausschuss sowie Vertreter*innen der lokalen Wirtschaft, die sich finanziell einbringen. Die Mittel für den Schüler*innenhaushalt werden dabei zu 50% über den Haushalt der Stadt und zu 50% über ein Sponsoring von Vertreter*innen der Wirtschaft bereitgestellt.
Der Schüler*innenhaushalt wird alle vier Jahre an den einzelnen Grundschulen durchgeführt, sodass jedes Grundschulkind den Schüler*innenhaushalt und den demokratischen Auswahlprozess einmal erlebt.


 

Stadtteilkonferenzen

Mit regelmäßigen Stadtteilkonferenzen sollen Informationen und Diskussionen vor Ort geführt werden. Eingeladen werden alle Einwohner*innen des Stadtteils und auch der Gesamtstadt. In den Konferenzen stehen Austausch und direkter Dialog zwischen der Verwaltung und den Bewohner*innen des Stadtteils im Vordergrund. Zu Beginn der Stadtteilkonferenzen geben Informationen aus der Verwaltung einen Überblick über anstehende Vorhaben im Stadtteil oder in der Gesamtstadt. An Thementischen wird im Anschluss je nach Bedarf über Verkehr, Grünflächen, Spielplätze und andere Themen diskutiert. Fachlich zuständige Verwaltungsmitarbeiter*innen begleiten die Thementische, um ggf. direkt Antworten auf gestellte Fragen geben oder Themen zur Prüfung mit in die Fachverwaltungen nehmen zu können. Die Ergebnisse der Stadtteilkonferenzen sowie die Prüfergebnisse werden an die Beteiligten und die Stadtgesellschaft transparent rückgekoppelt.
Die Konferenzen müssen sich nicht an den offiziellen Stadtteilgrenzen orientieren, sie können auch in stadtteilunabhängigen, ausgewählten Gebieten stattfinden. Dies können Bereiche sein, die einen gesellschaftlichen oder sozialräumlichen Bedarf aufweisen. Ziel ist es, dass alle zwei bis drei Jahre in jedem Stadtteil eine Konferenz durchgeführt wird, ggf. werden dabei auch Stadtteile zusammengefasst.
Pro Jahr werden in Schwerte künftig möglichst zwei Stadtteilkonferenzen durchgeführt.


 

Kontakt

Anke Skupin 02304 - 104 608 anke.skupin@stadt-schwerte.de
Christopher Wartenberg 02304 - 104 267 christopher.wartenberg@stadt-schwerte.de