Bürgerkommune

Die Idee der Bürgerkommune gibt es in Schwerte schon lange, allerdings fehlte bislang die konkrete Umsetzung. Im Jahr 2015 wurde deshalb ein Prozess zur Entwicklung der „Bürgerkommune Schwerte“ eingeleitet. Ziel ist es, ein neues Zusammenspiel zwischen kommunalpolitischer Entscheidungsfindung, Bürgerbeteiligung, bürgerschaftlichem Engagement und Verwaltungshandeln zu finden und mehr lokale Demokratie zu wagen.

Wie die Bürgerkommune konkret ausgestaltet werden soll, wird bis Ende 2019 in der Entwicklungsgruppe Bürgerkommune erarbeitet, die aus 28 Mitgliedern besteht und mit acht Mitgliedern aus der Bürgergesellschaft sowie jeweils sechs Vertreter/innen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft besetzt ist.

Beispiele und Anregungen gibt es u. a. bei den 45 Kommunen in Deutschland, die  in den letzen Jahren Konzepte, Leitlinien und Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Bürgerbeteiligung entwickelt haben. So werden z.B. in Heidelberg, Bonn und Wolfsburg Vorhaben, die im Stadtrat zur Entscheidung anstehen, drei Monate vorher auf Listen veröffentlicht und zur Beteiligung angeregt. In einigen Kommunen finden Stadtteilspaziergänge mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Politikerinnen und Politikern und Verwaltungsmitgliedern statt, um die Planung und die Beteiligung zu den Menschen zu bringen. Bauliche Vorhaben werden frühzeitig in Modellen sichtbar gemacht, so dass sie besser vorstellbar und damit auch besser zu diskutieren sind. 

Schwerte wird einen eigenen Weg hin zu mehr Beteiligung, zur Stärkung der kommunalen Demokratie aber auch zur Förderung des Bürgerengagements finden.

Was seit 2015 alles passiert ist, wie die Dinge zusammenhängen und wer alles mitwirkt, erfahren Sie über den Beitrag von Jochen Born, Anke Skupin und Marion Stock, der in dem bundesweiten Newsletter „Netzwerk Bürgerbeteiligung“ veröffentlicht wurde. Mehr …

Die finanzielle Förderung durch das Programm Engagierte Stadt bietet die Möglichkeit, den Weg hin zu einer modernen Bürgerkommune zu beschreiten, Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung gemeinsam als zwei Seiten einer Medaille zu entwickeln und lokale Demokratie nachhaltig zu stärken.

Im Rahmen der Förderung spielt so auch die Arbeit von drei Gruppen eine wichtige Rolle. Zum einen das Netzwerk engagierte Stadt, das den Gesamtprozess initiiert hat und nun u.a. die Umsetzung des Förderantrags koordiniert. Die Arbeitsgruppe Homepage / Forum SCHWERengagierTE, die sich nach erfolgreicher Aufbauarbeit aufgelöst hat und unter anderem die Engagierten in Schwerte durch die neu entstandene Homepage, einen Newsletter und einen niederschwelligen Treffpunkt stärker vernetzt hat. Und die oben bereits vorgestellte Entwicklungsgruppe „Bürgerkommune Schwerte“, die das Konzept „Bürgerkommune Schwerte“ erarbeitet und mit Leben füllen soll.

Homepage und Newsletter werden nun dankenswerter Weise durch das FreiwilligenZentrum Schwerte e.V. - Die Börse gepflegt und das regelmäßig vierteljährlich stattfindende Café SCHWERengagierTE wird durch eine kleine Gruppe von Freiwilligen, bestehend aus EfIs und AkteurInnen des FreiwilligenZentrum und der Koordinierungsstelle der Engagierten Stadt durchgeführt.