26.06.2018

Schwertes Initiativenlandschaft erhält durch die KulturInitiative Schwerte - KiS Verstärkung

Am 14.03.2018 gründete sich in der Rohrmeisterei Schwerte die Kulturinitiative in Schwerte - KiS. Zum Gründungsaufruf waren zwischen 60 und 80  Teilnehmer_Innen erschienen. Als zentrale Aufgabe sieht die Initiative die Vernetzung der Kulturschaffenden und der Kulturinteressierten und die Lobbyarbeit für Kultur.
Kultur muss aus Sicht der Initiative als wichtige kommunale Aufgabe betrachtet werden, denn das Kulturleben prägt essentiell die Identifikation mit der Stadt und die Lebensqualität der Menschen, die in Schwerte zu Hause sind.  Um hierüber zu diskutieren hat die Initiative am 13. Juni unter der Überschrift „Kultur in Schwerte/Zukunft des KuWeBe“ den Bürgermeister, politische Vertreter_innen aller Parteien sowie den Gründer des KuWeBe und den heutigen stellv. Leiter eingeladen. Im Anschluss an diese Veranstaltung positionierte sich die Initiative in einer öffentlichen Stellungnahme (siehe unten "Stellungnahme der KulturInitiative Schwerte zum Prüfauftrag").
KiS plant weitere Veranstaltungen zu denen öffentlich eingeladen wird und sie ist unter der nachfolgenden Mailadresse zu erreichen: Kulturinitiative-Schwerte@gmx.de

+ Stellungnahme der KulturInitiative Schwerte zum Prüfauftrag +
Selbstständigkeit oder zurück in die Arme der Stadt?

Die Kulturinitiative Schwerte, in der sich vor einigen Wochen besorgte Kulturschaffende und
Kulturinteressierte der Ruhrstadt lose zusammengeschlossen haben, plädiert mit Nachdruck
für eine Prüfung der Frage, ob der Kultur- und Weiterbildungsbetrieb KuWeBe weiter als
Anstalt öffentlichen Rechts geführt werden soll oder aber wieder in die Stadtverwaltung
rückintegriert werden kann.
Nicht zuletzt die aktuellen personellen Probleme an der Spitze der AöR und des Kulturbüros
und die seit Jahren immer prekärer werdende finanzielle Lage des KuWeBe hatten
Schwerterinnen und Schwerter dazu bewegt, sich aktiv in die Kulturdebatte der Ruhrstadt
einzumischen. Die Befürchtung wächst, dass die immer dürftiger fließenden öffentlichen
Mittel zum einen die wichtige Arbeit von VHS, Stadtbücherei, und Musikschule immer mehr
erschweren. Zum anderen gefährdet eine personelle und finanzielle Austrocknung die
weitere Arbeit des Kulturbüros. Das Büro organisiert nicht nur die weit über Schwerte hinaus
wirkenden Leuchtturmprojekte Kleinkunstwochen und Welttheater, sondern soll auch die
Fäden bei der Pflege der vielfältigen freien Kulturschaffenden und -initiativen in der Hand
halten und verknüpfen.
Das Organisationsteam der Kulturinitiative begrüßt die von Bürgermeister Axourgos
vorgeschlagene und von allen Ratsparteien befürwortete personelle Aufstockung des
Kulturbüros als ersten wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Das Team unterstützt
nachdrücklich die angestrebte intensive Prüfung der Frage, ob der KuBeWe wie bisher ein
weitgehend selbstständiger Betrieb bleiben oder aber zur Stadt und zur Verwaltung
zurückkehren soll. Aus unserer Sicht ist nur eine gewissenhafte Prüfung ein Garant für eine
tragfähige Lösung aus der Misere und gegen das „Weiter so“.

Siehe auch: www.kulturinitiative-schwerte.org