5 Fragen an... JEKAMI-Paten

 

1. Wo engagieren Sie sich?

Alle:
Wir engagieren uns im Schwerter Patenprojekt JEKAMI (JEder KAnn MItmachen) und betreuen und begleiten Familien für 2- 3 Stunden in der Woche, insbesondere Kinder aus schwierigen Lebensverhältnissen.
Brigitte R.:
Ich verbringe intensive Zeit mit einem 6-jährigen Mädchen aus einer afrikanischen Familie beim Spielen, Lesen und begleite sie zum Ballettunterricht.
Marlies K.:
Ich kümmere mich um zwei Kinder mit Migrationshintergrund, deren Mutter verstorben ist, und unterstütze sie in ihrer schulischen Entwicklung und bin Ansprechpartnerin für den Vater.

2. Wie sind Sie an diese ehrenamtliche Tätigkeit gekommen?

Brigitte R.:
Ich bin über die Flyerauslage auf das Projekt aufmerksam geworden.
Uwe S.:
Ich gehöre sozusagen zum Gründungsinventar.
Friederike M.:
Und ich bin mit einer Projektmitarbeiterin beim Tag des Ehrenamts in Schwerte ins Gespräch gekommen.
Marlies K. und Karl- Heinz  K.:
Wir haben über verschiedene Zeitungsartikel vom Schwerter Patenprojekt erfahren.

3. Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich für Ihr Projekt wünschen?

Alle:
Wir wünschen uns, dass noch mehr Schwerter Bürgerinnen und Bürger auf JEKAMI aufmerksam werden und sich ehrenamtlich einsetzen. Jeder kann selbst schnell in die Situation kommen, in der er praktische Hilfe bzw. Unterstützung oder persönliche Ansprache braucht. Der Einsatz an sich schenkt uns als Paten einzigartige Momente mit den Familien und Kindern. Wir sehen die Freude und spüren die Dankbarkeit von den Eltern und Kindern und erhalten Wertschätzung für unsere „Arbeit“. Außerdem gibt es unter den Paten ein tolles Gemeinschaftsgefühl, wir unterstützen uns gegenseitig bei den regelmäßig stattfindenden Austauschtreffen, machen gemeinsame Ausflüge mit unseren Patenkindern, nehmen an Fortbildungen teil und erleben eine sehr gute Betreuung und Wertschätzung in unseren Engagement durch die JEKAMI - Mitarbeiterinnen. Jeden Donnerstag gibt es im AWO Familienzentrum für Bildung und Lernen, Westhellweg 218, von 11-13 Uhr eine offene Sprechstunde (ohne vorherige Terminabsprache) für alle Paten oder solche, die es werden möchten!

4. Haben Sie eine Philosophie oder eine Vision, die hinter Ihrem Engagement steht?

Karl-Heinz K.:
Ja, Ehrenamt ist Ehrensache und kommt von Herzen.
Uwe S.:
Ich sehe mich als Integrationshelfer und bin für Chancengleichheit. Für mich ist es wichtig, die Kinder zu unterstützen, die Hilfe benötigen, um ihnen eine erfolgreiche, berufliche und kulturelle Teilhabe in unserer Stadt zu ermöglichen.
Marlies K.:
Ich möchte in meiner Freizeit auch etwas Sinngebendes tun, etwas an die Gesellschaft zurückgeben und meine eigene Lebenserfahrung mit  einbringen.
Friederike M.:
Meine Haltung ist, dass im Grunde jeder mit seinen ganz individuellen Stärken, beruflichen Fähigkeiten und Interessen etwas für die Gemeinschaft tun kann. Das Schwerter Patenprojekt JEKAMI hat diesen Grundsatz ja schon in seinem Namen.

5. Was meinen Sie persönlich in welchem Bereich Schwerte neues Engagement und neue Projekte gut gebrauchen könnte?

Alle:
Insgesamt ist das Engagement in Schwerte schon recht hoch und vielfältig. Uns stellt sich die Frage wie wir noch mehr männliche Paten für unser Projekt gewinnen können. Insbesondere Kinder von alleinerziehenden Müttern fehlt häufig eine männliche Bezugsperson.  In unserer Tätigkeit fällt uns auf, dass es Schwerte an einer zentralen niederschwelligen Anlaufstelle für Familien fehlt, wo Fragen schnell beantwortet oder weitergeleitet werden können. Es sollten verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten und Angebote zentral gesammelt und Informationen und Adressen weitergegeben werden können.

Bild: AWO-Mitarbeiterin Tina F.


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