5 Fragen an... Brigitte Fritz

 

1. Wo engagierst Du Dich?
Derzeit engagiere ich mich im „Ersten Schwerter Seniorentheater“, das ich zusammen mit einer Freundin im Januar dieses Jahres in Kooperation mit dem Grete-Meißner-Zentrum Schwerte initiiert habe. 

Außerdem arbeite ich im Projekt „Engagierte Stadt“ mit. Ab dem 03. September 2016 werde ich - mit anderen abwechselnd - samstags in der Zeit von 9–13 Uhr im „Forum SCHWERengagierTE“  für Interessierte zu Beratungsgesprächen  zur Verfügung stehen. 

 

2. Wie bist Du an diese ehrenamtlichen Tätigkeiten gekommen?
Im Dezember 2003 ging ich krankheitsbedingt in den vorzeitigen Ruhestand und zog im Februar 2004 von Stuttgart hierher nach Schwerte. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich im Ruhestand aktiv bleiben möchte und mein Erfahrungswissen und meine Kompetenzen für das Gemeinwohl einbringen werde. Das Freiwilligenzentrum „Die Börse“ hat mit Unterstützung der Stadt Schwerte und Förderung durch das Land NRW das Projekt „Erfahrungswissen für Initiativen“ (EFI) aufgelegt , das mir den notwendigen Rahmen für mein freiwilliges Engagement bot.

Nach einer Qualifizierung zur Seniortrainerin begann ich zusammen mit anderen Seniortrainerinnen und Seniorentrainern ab dem Jahr 2007 selbst entwickelte Projekte durchzuführen (z.B. Sprachförderung für Frauen mit Migrationshintergrund, Vorbereitung aufs Arbeitsleben für Schüler aus Abschlussklassen, Offener Kulturtreff im evangelischen Gemeindehaus Schwerte-Ergste).

Wie den meisten Seniortrainerinnen und -trainern geht es mir nicht darum, in altruistischer Weise „Gutes zu tun“, sondern vielmehr darum, gesellschaftliche und kulturelle  Entwicklungsprozesse mit zu gestalten und dadurch eigene Erfüllung im Tun zu finden. Das EFI-Projekt erfüllt dieses zentrale Anliegen von uns älteren Freiwilligen in optimaler Weise. 

 

3. Wenn du einen Wunsch frei hättest, was würdest du dir für dein Projekt/deine Projekte wünschen?
In erster Linie wünsche ich mir, dass sich noch möglichst viele Interessierte für das erste Schwerter Seniorentheater bei uns melden werden und mitmachen wollen. Das Laien-Theaterspiel hält uns geistig und körperlich fit und ist eine optimale Form der kulturellen Bildung. Es bietet neben vielen individuellen Entwicklungsmöglichkeiten auch regelmäßige soziale Kontakte.

Wir werden an verschiedenen Spielorten (z.B. Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen) mehrmals jährlich Aufführungen anbieten, die älteren Menschen Freude und Abwechslung in ihren Alltag bringen sollen. 

 

4. Hast Du eine Philosophie, die hinter Deinem Engagement steht?
„Ich mit anderen für mich und andere“ – drückt in aller Kürze meine Grundhaltung zum Thema freiwilliges Engagement aus. Es geht also einerseits darum, meinen  eigenen Wünschen, Interessen und Bedürfnissen Genüge zu tun, aber andererseits auch darum, diese sinnstiftend für das Gemeinwohl einzusetzen, um die Lebensqualität in unserer Stadt zu verbessern. In meinen bisherigen Projekten ist es mir erfreulicherweise stets gelungen, diese Grundhaltung aufrecht zu erhalten.  

 

5. Was meinst du persönlich in welchem Bereich Schwerte neues Engagement und neue Projekte gut gebrauchen könnte?
Schwerte ist auf dem Weg zur Bürgerkommune, in der Bürgerinnen und Bürger die gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen aktiv und selbstbestimmt  mitgestalten. 

Hierfür müssen wir sowohl gute räumliche Voraussetzungen schaffen sowie entsprechende Veranstaltungen/ Treffen initiieren, die einem gelingendem Miteinander dienlich sind. Menschen brauchen unkomplizierte Möglichkeiten, um in angenehmer Atmosphäre miteinander in Kontakt kommen zu können. 

Die Bereitstellung des eigenen Wissens und der eigenen Fähigkeiten für das Gemeinwohl steigert das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Einwohnerschaft und verbessert somit die Lebensqualität in unserer Stadt. 

Das „Forum SCHWERengagierTE“  möchte diesem zentralen Anliegen Rechnung tragen.

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